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Bericht über die MitgUederversammlung der DMG in Marburg * 7 *
Mitglieder werden gewählt Dr. LüDDECKENS-Mainz (Ägjqjtologie), Professor
Dr. KBÜCKMANN-Freiburg (Assyriologie), Professor Dr.TAESCHNER-Münster
(Islamische Philologie), Professor Dr. BuDOLPH-Gießen (Altes Testament),
Professor Dr. HoFFMANN-München (Indologie und Ostasien) und Professor
Dr. KuNGENHEBEN-Hamburg (Afrikanistik und Südsee).
Professor Spies berichtet über Bestrebungen, eine Nachfolgeeinrichtung
für das ehemalige Seminar für Orientalische Sprachen in Berlin zu schaffen.
Die Versammlung beschließt, diese Frage einer Kommission zuzuweisen,
die von Professor Spies geleitet werden und ferner aus den Herren Als¬
dorf, von Hentig, Jaeschke, Scheel und Spuleb bestehen soll.
Der Vorsitzende teilt mit, die Gesellschaft habe den Jahrestag ihres
100jährigen Bestehens im Jahre 1944 infolge der Kriegsverhältnisse nicht
begehen können. Der Rahmen des gegenwärtigen Kongresses sowie der
Umstand, daß soeben das erste Heft des hundertsten Jahrganges der
ZDMG ausgegeben worden sei, biete Veranlassung, dem Jubiläum nach¬
träglich Rechnung zu tragen. Daher habe der Vorstand in seiner Sitzung
vom 28. August 1950 beschlossen, der Mitgliederversammlung die Wahl
folgender Fachgenossen zu Ehrenmitgliedern vorzuschlagen :
Professor Dr. Erich Haenisch
Professor Dr. Richabd Habtmann
Professor Dr. Louis Massignon
Professor Dr. Emil Sieg
Professor Dr. Ahmed Zeki Velidi Togan
Professor Dr. Diedbich Westebmann.
Nach Verlesung der Wahlvorschläge wählt die Mitgliederversammlung
einstimmig die genannten sechs Herren zu Ehrenmitgliedern (Anlage 4—9).
Professor Scheel berichtet über das Wiederaufleben der alten Orts¬
gruppe Hamburg der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft. Die Orts¬
gruppe Hamburg steht unter Leitung von Professor Schubbing und ist die
zweite Ortsgruppe neben der bisher bestehenden in Wuppertal. Aus An¬
laß eines Vortrages von Professor Alsdobf ist die Ortsgruppe Hamburg
am 4. Juli 1950 in Stärke von etwa 40 Personen zusammengetreten.
Nach einer Mitteilung von Professor Thieme, Halle, besteht in Amerika
die Absicht, die nachgelassene Rigveda-Übersetzung von Geldner in den
Harvard Oriental Series weiterzuführen. Die Herren Nobel und Wald¬
schmidt übernehmen es, diese Angelegenheit zu verfolgen.
Auf Antrag der Herren Ritter und Schaade besehließt die Versamm¬
lung einstimmig, die Schirmherrschaft über die von der Bibliothek Warbmg
in London geplante Veröffentlichung des nachgelassenen alttestamentlichen
Werkes von Paul Ruben zu übernehmen.
Auf Antrag von Professor Taeschneb, Münster, wird die Frage turkolo-
gischer und iranistischer Lehrstühle erörtert. Auf Anregung von Professor
Scheel wiederholt die Mitgliederversammlung ihren dahingehenden Be¬
schluß vom Vorjahre.
Professor Duda, Wien, übermittelt den Dank der österreichischen
Orientalisten für die Einladung zum Orientalistentag und für die Aufnahme
in Marburg. Er überreicht das neueste Heft der WZKM.
Professor Togan dankt im Namen der Universität Istanbul für die Ein¬
ladung zum Orientalistentag.
Der Erste Vorsitzende schließt die Sitzung um 12,30 Uhr.