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Titelaufnahme

Titel
Irans Selbstverständnis als Regionalmacht : Machtstreben im Namen antikolonialer Modernität / Johannes Reissner
VerfasserReissner, Johannes In Wikipedia suchen nach Johannes Reissner
KörperschaftStiftung Wissenschaft und Politik <Berlin> In Wikipedia suchen nach Stiftung Wissenschaft und Politik
ErschienenBerlin : Stiftung Wissenschaft und Politik, 2008 ; Halle (Saale) : Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, 2008
AnbieterHalle (Saale) : Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
Umfang31 S. : Lit.Hinw.
SpracheDeutsch
DokumenttypE-Book
SchlagwörterMacht In Wikipedia suchen nach Macht / DE-615 In Wikipedia suchen nach DE-615 / Iran In Wikipedia suchen nach Iran / Türkei In Wikipedia suchen nach Türkei
Schlagwörter (GND)Iran In Wikipedia suchen nach Iran / Naher Osten In Wikipedia suchen nach Naher Osten / Mittlerer Osten In Wikipedia suchen nach Mittlerer Osten
URL
URNurn:nbn:de:gbv:3:5-44289 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Irans Selbstverständnis als Regionalmacht [0.27 mb]
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Schlagwörter
Die Studie untersucht Selbstverständnis und Zielvorstellungen Irans als Regionalmacht. Besondere Aufmerksamkeit widmet sie der »20-Jahre-Vision« von 2005 - einem grundlegenden Konsenspapier das als Entwicklungsziel Irans den »ersten Platz in der Region bei der wirtschaftlichen technologischen und wissenschaftlichen Entwicklung« festschreibt. Seinen regionalen Machtanspruch begründet Iran nicht zuletzt mit der geopolitischen Zentralität des Landes. Revolutionsführer Khamenei sieht in der Islamischen Republik zugleich ein »iranisch-islamisches Entwicklungsmodell« das im Kampf gegen den Imperialismus über die islamische Welt hinaus beispielhaft ist. Dieser Anspruch findet Niederschlag im außenpolitischen Slogan von Präsident Ahmadinejad »Gerechtigkeit unter den Nationen und Staaten«.Innenpolitisch ist umstritten wie die »20-Jahre-Vision« verwirklicht werden soll. Dies betrifft vor allem das Verhältnis zwischen Entwicklung und Sicherheit. Diskutiert wird auch über Strategieansätze zur Schaffung einer eigenen regionalen Ordnung. Autoren aus den Kreisen der Revolutionsgarden plädieren für eine Kooperation mit den anderen »überlegenen« Staaten der Region - Saudi-Arabien Pakistan und der Türkei. Normale Beziehungen zu den USA werden trotz aller antiimperialistischen Rhetorik nicht ausgeschlossen. Selbst eine Art Modus Vivendi mit Israel (auch ohne dessen Anerkennung) erscheint prinzipiell nicht unmöglich. Doch nicht konkrete Außenpolitik bestimmt die Bedeutung der untersuchten Diskurse sondern deren innenpolitische Funktion: Es geht um Regimesicherheit. Die am Außenverhältnis orientierte Identitätsbeschreibung dient als Messlatte für Regimeloyalität und die ausufernde Rhetorik soll die gesamte Nation mit ihren unterschiedlichen Kräften ansprechen und zusammenhalten